
Mit der Neuorganisation der Weininstitut Württemberg GmbH als gemeinsame Gesellschaft aller Weinbaugruppierungen in Württemberg wurden die Voraussetzungen für eine zukunftsorientierte Veranstaltungsoffensive und ein verstärktes Engagement im Bereich Weintourismus geschaffen, erklärten Aufsichtsratsvorsitzender Hermann Hohl und Geschäftsführer Ulrich-M. Breutner am 11. Dezember 2008 in Großbottwar.
Als Aufgabenschwerpunkte nannte Breutner gemeinsame Veranstaltungen, Öffentlichkeitsarbeit, Sortenprofilierung sowie Wein und Tourismus.
Die Württemberger Weinwirtschaft wird sich künftig nicht mehr an der Messe „Lust auf Genuss“ beteiligen und strebt eine eigene Fachmesse an, auf der sich die Ernährungswirtschaft von Baden-Württemberg präsentieren soll. Die Betriebe waren mit der Organisation und den Besucherzahlen von „Lust auf Genuss“ unzufrieden. Fortgeführt werden die Baden-Württemberg Classics in Duisburg, Hamburg, München und Berlin.
Mit dem „Württemberger Weinfrühling“ gibt es am 22. März 2009 im Weinland Württemberg einen neuen Veranstaltungs-Höhepunkt. Kein neues Weinfest, sondern eine Kombination vom „Tag der Offenen Keller“, der bisher im Mai stattfand, mit einer Jungwein-Verkostung soll zwei Tage nach Frühlingsbeginn das Weinjahr einläuten. Die Entstehung des Weines im Keller war bisher schon faszinierender Bestandteil des „Tages der Offenen Keller“. Auf Wunsch der Weinwirtschaft wurde der Termin jetzt früher gelegt und mit dem jahreszeitlich passenden Motto versehen. Eingeladen ist auch die Gastronomie, sich mit einem „Frühlingsmenü“ passend zu den „Frühlingsweinen“ zu beteiligen.
Die Qualitätsoffensive wird unter dem selbstbewussten Motto „Wir Württemberger!“ begleitet von einer konsequenten Profilierung zunächst der roten Hauptsorten Trollinger, Schwarzriesling und Samtrot. Mit dieser Profilierung soll auch ein Beitrag geleistet werden zum „Jahr des Trollingers 2009“.
Im Bereich Wein und Tourismus werden derzeit in Zusammenarbeit mit der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt Weinsberg sowie Tourismusorganisationen in Heilbronn und Hohenlohe über 26 Weinerlebnisführer ausgebildet. Das Konzept soll aufgrund der Nachfrage auf andere Württemberger Regionen ausgedehnt werden. Eine Wiederbelebung soll der Radweg Württemberger Weinstraße erfahren. Erhöhte Aufmerksamkeit wird das Weininstitut Württemberg künftig Weinfesten und Besenwirtschaften widmen. Es entwickelt auch auf Wunsch des Tourismus ein Zertifizierungskonzept.
Zu den Höhepunkten des Jahres 2009 gehört auch die Wahl der Deutschen Weinkönigin 2009-2010 in Heilbronn.
In der früheren 100-Prozent-Tochter des Verbandes arbeiten inzwischen alle Gruppierungen mit folgenden Gesellschafter-Anteilen zusammen: Genossenschaften (über die Werbegemeinschaft) 37,5 %, Weingüter, VdP und Ecovin je 2,5 %, Kellereien 5 %. Der Weinbauverband hat 50 Prozent der Anteile.