
11.9.2009
Die „Kenner“ dürfen sich auf einen qualitativ „guten bis sehr guten“ Jahrgang 2009 mit aromareichen Weinen freuen. „Wir haben optimale Voraussetzungen“, stellte Württembergs Weinbauverbandspräsident Hermann Hohl anlässlich der „Herbstrundfahrt“ mit „Weinminister“ Peter Hauk am 11. September 2009 in Großbottwar fest. Das harmonische Wechselspiel zwischen kühlen Nächten und warmen Tagen, kombiniert mit ausreichend Feuchtigkeit und gesunden Trauben ist laut Hohl eine hervorragende Grundlage für „absolute Spitzenqualitäten“.


Kellermeister Eberhard Lang, Weinkönigin Christl Schäfer, Bottwartalkellerei-Vorstandsvorsitzender Günter Dorn, Minister Peter Hauk und Präsident Hermann Hohl sind sich einig: Es wird ein sehr guter Jahrgang 2009
Wengerter und Weinfreunde können sich damit auf den achten guten Jahrgang in Folge einstellen. Allerdings hängt noch viel von den nächsten 14 Tagen ab. Hohl erwartet den Lesebeginn bei Frühsorten wie Acolon und Müller-Thurgau nicht vor Ende September. Er appellierte an die Betriebe, die volle Reife abzuwarten und die vorhergesagten idealen Witterungsbedingungen für die Erzeugung von Top-Qualitäten zu nutzen. Die Hauptlese für Trollinger, Lemberger und Riesling dürfte Anfang Oktober beginnen. Die Wengerter haben nach Hohls Beobachtungen schon viel in den Weinbergen geleistet, um Premiumqualitäten zu erzeugen.

Auf starke Medienresonanz stieß die Herbstrundfahrt des Weinbauverbandes durchs Bottwartal.
Die Trauben zeigen sich insgesamt etwas kleiner, der Behang bei Frühsorten ist leicht geringer. Auf der Ertragsrebfläche von 11.337 Hektar wird deshalb in Württemberg dieses Jahr eine durchschnittliche Mosternte von etwa 100 bis 105 Millionen Liter erwartet. Das sind etwa zehn Prozent weniger, als vom Jahrgang 2008 (113,6 Millionen Liter Most) gekeltert wurde. Die zu erwartende Menge passt in die gegenwärtige Vermarktungssituation.
Der vorhergesagte Klimawandel mit zunehmend südlicheren Verhältnissen auch in Württemberg bringt laut Präsident Hohl „bessere Voraussetzungen für unser von der Wärme abhängiges Produkt Wein“. Negativ wirkten sich zu erwartende Wetter-Extremsituationen mit Starkregen und Hagelschlag aus, für die entsprechende Vorsorge getroffen werden müsse.