21.4.2010
Die 153 Weingärtner- und Winzergenossenschaften in Baden-Württemberg spüren bislang keine Wirtschaftskrise. Dies stellte Gerhard Roßwog, Präsident des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbandes, auf der Jahrespressekonferenz des Verbandes heraus. Im Weinwirtschaftsjahr steigerten die badischen Winzergenossenschaften ihren Umsatz leicht auf 256 Mio. Euro (+ 0,7 Prozent). Die württembergischen Weingärtnergenossenschaften behaupteten ihren Umsatz mit 241 Mio. Euro (- 0,8 Prozent). Der Sektabsatz kletterte in beiden Regionen auf einen neuen Rekordwert. „Unsere regionalen Spezialitäten und die Vielfalt unserer Rebsorten sorgen für Stabilität“, unterstrich Roßwog. Auch im 2. Halbjahr hätten sich Absatz und Umsatz stabil gezeigt.
Die Weingärtner- und Winzergenossenschaften in Baden-Württemberg haben dank der sonnigen, trockenen Sommer- und Herbstwochen vor der Lese einen ganz hervorragenden, exzellenten Weinjahrgang 2009 mit Öchsle-Graden weit über dem Durchschnitt früherer Jahre in die Keller gebracht. „Aber auch bei den Inhaltsstoffen passt alles“, lobte Roßwog. Als sehr fruchtig, stoffig und harmonisch beschrieb er die Weine des Jahrgangs 2009, die bereits ihre ersten Freunde gefunden haben.
Der Jahrgang brachte aber auch mit 167,2 Mio. Litern bei allen Genossenschaften die kleinste Ernte seit 2003. Die badischen Winzergenossenschaften holten 86,1 Mio. Liter in die Keller, 13,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Darunter waren 59 Prozent Weißweine. Die württembergischen Weingärtnergenossenschaften ernteten 81,2 Mio. Liter, 3,6 Prozent weniger, darunter 76 Prozent Rotweine.