Weinhoheiten 2011/2012 grüßen alle Weinfreunde
Die Württemberger Weinhoheiten 2011/2012 grüßen die Weinfreunde des Anbaugebietes: Weinkönigin Petra Hammer (rechts) und Weinprinzessin Stefanie Zimmer.

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5.6.2010

Weinbauregionen fordern von EU „Reform der Reform“

Der Weinbauverband Württemberg begrüßt die klare Haltung der Versammlung der Weinbauregionen Europas (AREV) zum Anbaustopp. Die politischen und berufsständischen Vertreter von 17 Ländern aus 70 Regionen haben sich bei ihrer Plenarsitzung in Porec/Istrien/Kroatien einstimmig für die Beibehaltung des allgemeinen Rahmens der bisherigen Pflanzrecht-Regelung ausgesprochen.

Sie fordern angesichts der „nach wie vor schwierigen Weinmarktsituation in den meisten europäischen Regionen“ von der EU eine „Reform der Reform“. Württembergs Weinbauverbands-Präsident Hermann Hohl, der mit Verbandsdirektor Karl Heinz Hirsch und Vertretern der Landesregierung Baden-Württemberg an der Versammlung teilnahm: „Das ist der richtiger Weg zur Stabilisierung des europäischen Weinmarktes und im Interesse des Erhalts unserer Kulturlandschaften.“

Die AREV-Versammlung befürchtet, dass trotz der 2008 durchgeführten umfangreichen Rodungsprogramme und Absatzförderungsmaßnahmen die hauptsächlichen Ziele der EU-Weinmarktreform wie die Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Erzeuger und die Wiederherstellung des Gleichgewichts zwischen Angebot und Nachfrage nicht erreichbar sind. Sie nimmt dagegen sogar an, dass sich mit der angebahnten Deregulierung unter dem wirtschaftlichen, sozialen und landschaftlichen Blickwinkel die „verhängnisvollen Auswirkungen“ „noch verschärfen“ werden und das insbesondere für kleine und mittlere Betriebe.

Die geforderter „Reform der Reform“ soll neben der Beibehaltung des Anbaustopps auch Punkte umfassen wie die Beibehaltung der Etikettierungsregeln zur Unterscheidung der Weine mit Ursprungsbezeichnung von anderen Weinen und die Freiheit der Mitgliedstaaten bei der Einsetzung der Mittel der Europäischen Union für die Absatzförderung außerhalb oder innerhalb der Europäischen Union oder die Förderung des Weinbaus mit besonderem Charakter wie Steillagen.

Baden-Württemberg-Delegation bei der AREV-Versammlung in Porec: von links Württembergs Weinbauverbandspräsident Hermann Hohl mit Direktor Karl Heinz Hirsch, Dr. Konrad Rühl und Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch vom Ministerium für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz, Präsident Norbert Weber (Deutscher Weinbauverband), Kilian Schneider, neuer Präsident des Badischen Weinbauverbandes und sein Vorgänger Gerhard Hurst.

Resolution der AREV zum Europäischen Weinrecht

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