28.6.2010
1000 Jahre Weinbaukultur im Taubertal und 700 Jahre Weinbau der Hohenloher Grafen von Weikersheim feiern die Weingärtner Markelsheim eG. und Schloss Weikersheim am 10. Juli mit einer Rotweinprobe in der Orangerie und höfischen Szenen. Aus der von Historiker Otto Mündlein zusammengestellten Geschichte des Weinbaus im Taubertal geht hervor, dass Graf Wolfgang II. von Hohenlohe-Weikersheim (1610 gestorben) 1560 Rotweinreben anpflanzen ließ, aus denen der „Tauberschwarz“ hervorging - wohl eine der ältesten Rotweinreben in Deutschland.
1726 ließ Graf Carl Ludwig vom Hochstift Würzburg die „Ursprungsbezeichnung“ sichern. Aus den „Schwarzen Wein von der Tauber“ entstand der heutige „Tauberschwarz“. In den 1960-er Jahren ging aus grob-schwarzen Restbeständen wieder ein „Tauberschwarz“ hervor, der an der Weinbauschule Weinsberg züchterisch ausgelesen wurde. Im 2001 im Gmeiner-Verlag veröffentlichten „Schwabenkrimi von Gunter Haug“ spielt die Sorte die Titelrolle. 1806 wurde der Taubergau mit 8400 ha Gesamtrebfläche in drei Gebiete zerschlagen. Die Badener kamen ins Großherzogtum Baden, die Franken zum Königreich Bayern, die Hohenloher Franken aus Weikersheim zum Königreich Württemberg.