3.8.2010
Wein und Tourismus waren wieder einmal Thema einer Gesprächsrunde, zu der Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch nach Dürrenzimmern eingeladen hatte. Neben den bekannten Stichworten (Vernetzung, Leistungspakete, …) gab es auch kritische Worte. Für Tanja Seegelke, Geschäftsführerin der Touristikgemeinschaft Heilbronner Land, sind die „Potenziale nur zu einem ganz kleinen Teil ausgeschöpft".
Weintourismus ist für sie „langfristige Verkaufsförderung". Weinbauverbandspräsident Hermann Hohl stimmte zu: „Es gibt noch zu wenig Angebote." Er sieht auch die Kommunen in der Pflicht, nach Brackenheimer Vorbild Anlaufstellen für Touristen zu schaffen. Im Zabergäu ist man laut Hohl weiter als anderswo. Eine Diskrepanz sieht er beim Landestourismusverband: „Es wird in großen Floskeln gesprochen. Geht es um Geld, dann scheint es nur noch Schwarzwald und Bodensee zu geben." Für den Präsidenten muss der Wein-Tourismus „zum Highlight des Tourismus im Land“ werden.
Evelyn Schmidt von der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt in Weinsberg sagte klipp und klar: Mit Halbherzigkeit sei nichts zu gewinnen ist. Engagement, Qualität und Investitionen seien über Jahre hinweg notwendig. Das Zusammenspiel der Weinbaubetriebe beispielsweise mit Fahrradverleihern, der Gastronomie und den Weinerlebnisführern sei notwendig, um mehr Wertschöpfung zu sichern.