25 Jahre Württemberger Weinwanderweg
Seit 25 Jahren begleitet jetzt die rote Traube Wanderer durch die Württemberger Weinlandschaft. Der Schwäbische Albverein pflegt den Württemberger Weinwanderweg.

News

28.10.2010

Württemberg auf Platz 2 der DLG-Bundesweinprämierung

Das Weinland Württemberg hat bei der DLG-Bundesweinprämierung 2010 hervorragend abgeschnitten. Die meisten Auszeichnungen in Gold, Silber und Bronze erzielten mit 1126 Prämierungen die Winzer aus der Pfalz, gefolgt von Württemberg (759), Baden (717) sowie Rheinhessen (704). Mit neun Auszeichnungen steht es beim „Goldenen DLG-Preis extra“ mit Rheinhessen auf Platz 2. Die Sieger-Gala findet am 28. Oktober 2010 in Heilbronn statt..

.Mit 23 Auszeichnungen stellt die Pfalz in diesem Jahr die meisten Weine und Sekte, die mit dem "Goldenen DLG-Preis extra" prämiert wurden. Es folgen Rheinhessen, Württemberg (je neun) und Baden mit acht „Goldenen DLG-Preisen extra".

Bundesehrenpreise erhielten die Weingärtener Cleebronn-Güglingen eG,

das Weingut Sonnenhof (Vaihingen-Gündelbach)

und die Privatkellerei Rolf Willy (Nordheim). Sie ist auch einer der beiden besten Sekterzeuger Deutschlands und erhielt den Ehrenpreis "Große Klasse".

Für die "Beste Collection Barrique trocken" wurden die Heuchelberger Weingärtner eG in Schwaigern ausgezeichnet.

Boris Birkert (links) aus Bretzfeld-Adolzfurt wurde als dritter „Jungwinzer des Jahres“ gekürt.

Die Bekanntgabe fand am 28. Oktober auf der DLG-Sieger-Gala in Heilbronn statt. Dort wurde auch der neue DLG-Wein-Guide 2011 mit allen ausgezeichneten Weinen und Winzern der diesjährigen Bundesweinprämierung vorgestellt. Die 6. Ausgabe beschäftigt sich auch mit "Wein und Architektur" und zeigt die wichtigsten deutschen Rebsorten im Porträt. Der Wein-Guide 2011 ist erhältlich unter www.dlg-verlag.de oder im Buchhandel.
Die Weine des Jahrgangs 2009 standen bei der DLG-Bundesweinprämierung im Mittelpunkt der Qualitätsbeurteilung durch die Wein-Experten. Nach einem Jahr mit nahezu perfekten Witterungsbedingungen sind die Winzer in allen 13 deutschen Anbaugebieten mit den Weinqualitäten zufrieden. Die aromatischen, gesunden und voll reifen Trauben lieferten die Basis für facettenreiche Weinqualitäten. Das Ergebnis sind fruchtbetonte, gehaltvolle und gut ausbalancierte Weißweine sowie kraftvolle, farbintensive und samtige Rotweine, so das allgemeine Urteil. Unter Weinexperten gilt der 2009er Jahrgang als einer der besten des letzten Jahrzehnts.

 

DLG-Prämierung 2010 Statistik

DLG-Prämierung 2010 Auszeichnungen Württemberg

DLG-Prämierung 2010 Goldene Preise Extra Weine

DLG-Prämierung 2010 Goldene Preise Extra Sekte

DLG-Prämierung 2010 Top 100 Wein

DLG-Prämierung 2010 Top 10 Sekt

DLG-Prämierung 2010 Jungwinzer

 

Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg gemeinsam für Anbaustopp
21.09.2010Die Landesregierungen von Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg haben sich dafür ausgesprochen, am Anbaustopp für Reben über die Jahre 2015 beziehungsweise 2018 hinaus entgegen den Beschlüssen der EU festzuhalten. Zudem sollen nach dem Willen beider Landesregierungen den Ländern im Weinbezeichnungsrecht eigene Zuständigkeiten zur stärkeren Profilierung von Herkunftsangaben einschließlich der Steillagen im Weingesetz ermöglicht werden. Ihr Anliegen werden die beiden Landesregierungen in einem gemeinsamen Entschließungsantrag im Bundesrat einbringen, wie die Ministerpräsidenten Kurt Beck und Stefan Mappus während einer Pressekonferenz nach der gemeinsamen Kabinettssitzung der beiden Landesregierungen in Herxheim-Hayna erläuterten.
Angesichts der nach wie vor durch Überschüsse gekennzeichneten Situation am Weinmarkt ist aus Sicht beider Landesregierungen bei einer vorzeitigen Freigabe der Pflanzrechte eine Produktionsverlagerung auf Standorte zu erwarten, die eine nahezu industrielle Traubenproduktion erlaubten. „Es ist eine große Gefährdung für die traditionellen Kulturlandschaften zu befürchten. Insbesondere der Weinbau in den Hang- und Steillagen wäre im bisherigen Umfang nicht mehr konkurrenzfähig“, so der rheinland-pfälzische Weinbauminister Hendrik Hering. „Über die Jahrhunderte hinweg wurden in Deutschland die am besten geeigneten Lagen weinbaulich erschlossen. Der Weinbau in diesen Lagen steht für Qualität, biologische Vielfalt und nachhaltige Landbewirtschaftung durch Familienbetriebe. Unser Ziel ist es, das Kultur- und Wirtschaftsgut Wein sowie die Identität der Weinbauregionen in Deutschland und Europa zu erhalten“, betonte der baden-württembergische Weinbauminister Rudolf Köberle. Seit Jahrzehnten bestehe ein bewährtes System von Qualitäts- und Anbauregeln. Die Qualitätsweinbauregionen hätten in diesem Sinne die Anbaugebiete für den Weinbau abgegrenzt, geeignete Rebsorten klassifiziert, Mindestmostgewichte festgelegt sowie Hektarhöchsterträge definiert. „Diese ganzheitliche Qualitätspolitik hat sich bewährt und muss daher auch fortgesetzt werden“, unterstrich Köberle. Die Forderung nach einer stärkeren Regionalisierung des Weinbezeichnungsrechtes begründete Hering vor allem mit einer auch von der Weinwirtschaft angestrebten stärkeren Profilierung der Qualitätsweine mit der Angabe kleinerer geographischer Einheiten sowie aus Steil- oder Terrassenlagen. Damit könnte die besondere Wertigkeit der in diesen Lagen erzeugten Weine gegenüber den Verbrauchern deutlich gemacht und die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe gestärkt werden.
Quelle: Staatskanzlei Rheinland-Pfalz / Staatsministerium Baden-Württemberg
Die Ministerpräsidenten Stefan Mappus und Kurt Beck
 Foto: Michael Wallrath