25 Jahre Württemberger Weinwanderweg
Seit 25 Jahren begleitet jetzt die rote Traube Wanderer durch die Württemberger Weinlandschaft. Der Schwäbische Albverein pflegt den Württemberger Weinwanderweg.

News

5.11.2010

„Geburtshelferin“ für den Württemberger Wein
Karolin Harsch (Güglingen) neue Württemberger Weinkönigin

Die neue Württemberger Weinkönigin heißt Karolin Harsch (demnächst 26) aus Güglingen (Landkreis Heilbronn). Sie hat nach dem Lehramtsstudium in das Fach „Geburtshelferin“ gewechselt, engagiert sich in der Kirche und arbeitet in den Weinbergen der Eltern mit. Karolin Harsch hat sechs Semester Pädagogik studiert, war ein halbes Jahr in missionarischem Einsatz in Afrika und hat  einen Ausbildungsplatz für ihren Traumberuf Hebamme bekommen. „Ich mache gern etwas mit Menschen und ich helfe gern", bekennt sie. Ihre Hobbies sind Joggen („Weinbergstaffeln sind gut für die Oberschenkel“), Backen, Babysitten, Freunde treffen, Rasen mähen und Fußball. Ihr Lieblingswein: Rivaner.
Neue Weinprinzessinnen sind Julia Höllmüller (wurde am Wahltag 22) und Natascha Wörthmann (23) aus Lauffen (Landkreis Heilbronn). Höllmüller studiert Weinbetriebswirtschaft an der Hochschule Heilbronn. In Praktika bei Henkell & Söhnlein Sektkellereien KG in Wiesbaden, der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau in Weinsberg, im Weinhaus Schall in Reutlingen und bis Februar in der Bezirkskellerei Markgräflerland eG in Efringen-Kirchen vertiefte sie ihr Weinwissen. Das aktive Mitglied der Vinitiative Lauffen fährt gerne Ski und hat als Lieblingswein den Lemberger.
Natascha Wörthmann hat nach dem Studium Weinbau und Oenologie in Geisenheim mit Praktika im In- und Ausland im September eine Stelle als zweite Kellermeisterin bei der Weinbaugenossenschaft Schinzach-Dorf im schweizerischen Aargau angetreten. Ihre Hobbies sind Tanzen (Standard), Motorrad fahren und Traktor fahren. Ihr Lieblingswein: Spätburgunder.
Die neuen Weinhoheiten wurden am Freitagabend im Rahmen eines „Gala-Abends beim Wein“ in der mit 570 Besuchern voll besetzten Kultura in Öhringen (Hohenlohekreis) gekürt. Die Hoheiten treten die Nachfolge von Weinkönigin Juliane Nägele aus Hessigheim (Landkreis Ludwigsburg) und Weinprinzessin Sandra Weber aus Nordheim (Landkreis Heilbronn) an und werden ein Jahr lang Repräsentantinnen des Württemberger Weins bei rund 150 Veranstaltungen im In- und Ausland sein.
Erster offizielle Auftritte der neuen Hoheiten sind am 18. November die Festveranstaltung zur  52. Landesweinprämiierung in Heilbronn und am 20. November die Eröffnung des 16. Gipfeltreffens prämiierter Württemberger Weine und Sekte im Heilbronner Konzert- und Kongresszentrum Harmonie. Höhepunkt des Amtsjahres ist im Oktober 2011 die Wahl der Deutschen Weinkönigin 2011/2012, bei der die Württemberger Weinkönigin eine von 13 Kandidatinnen ist.
Die Wahl der Württemberger Weinkönigin 2011/2012 findet am 4. November 2011 in Fellbach (Rems-Murr-Kreis) statt.

Bilder vom Wahlabend und die Bildergalerie von www.stimme.de (Fotos: Dittmar Dirks) finden Sie hier

Bilder vom Wahlabend

Bildergalerie stimme.de

Württemberger Weinköniginnen seit 1950

 

 

Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg gemeinsam für Anbaustopp
21.09.2010Die Landesregierungen von Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg haben sich dafür ausgesprochen, am Anbaustopp für Reben über die Jahre 2015 beziehungsweise 2018 hinaus entgegen den Beschlüssen der EU festzuhalten. Zudem sollen nach dem Willen beider Landesregierungen den Ländern im Weinbezeichnungsrecht eigene Zuständigkeiten zur stärkeren Profilierung von Herkunftsangaben einschließlich der Steillagen im Weingesetz ermöglicht werden. Ihr Anliegen werden die beiden Landesregierungen in einem gemeinsamen Entschließungsantrag im Bundesrat einbringen, wie die Ministerpräsidenten Kurt Beck und Stefan Mappus während einer Pressekonferenz nach der gemeinsamen Kabinettssitzung der beiden Landesregierungen in Herxheim-Hayna erläuterten.
Angesichts der nach wie vor durch Überschüsse gekennzeichneten Situation am Weinmarkt ist aus Sicht beider Landesregierungen bei einer vorzeitigen Freigabe der Pflanzrechte eine Produktionsverlagerung auf Standorte zu erwarten, die eine nahezu industrielle Traubenproduktion erlaubten. „Es ist eine große Gefährdung für die traditionellen Kulturlandschaften zu befürchten. Insbesondere der Weinbau in den Hang- und Steillagen wäre im bisherigen Umfang nicht mehr konkurrenzfähig“, so der rheinland-pfälzische Weinbauminister Hendrik Hering. „Über die Jahrhunderte hinweg wurden in Deutschland die am besten geeigneten Lagen weinbaulich erschlossen. Der Weinbau in diesen Lagen steht für Qualität, biologische Vielfalt und nachhaltige Landbewirtschaftung durch Familienbetriebe. Unser Ziel ist es, das Kultur- und Wirtschaftsgut Wein sowie die Identität der Weinbauregionen in Deutschland und Europa zu erhalten“, betonte der baden-württembergische Weinbauminister Rudolf Köberle. Seit Jahrzehnten bestehe ein bewährtes System von Qualitäts- und Anbauregeln. Die Qualitätsweinbauregionen hätten in diesem Sinne die Anbaugebiete für den Weinbau abgegrenzt, geeignete Rebsorten klassifiziert, Mindestmostgewichte festgelegt sowie Hektarhöchsterträge definiert. „Diese ganzheitliche Qualitätspolitik hat sich bewährt und muss daher auch fortgesetzt werden“, unterstrich Köberle. Die Forderung nach einer stärkeren Regionalisierung des Weinbezeichnungsrechtes begründete Hering vor allem mit einer auch von der Weinwirtschaft angestrebten stärkeren Profilierung der Qualitätsweine mit der Angabe kleinerer geographischer Einheiten sowie aus Steil- oder Terrassenlagen. Damit könnte die besondere Wertigkeit der in diesen Lagen erzeugten Weine gegenüber den Verbrauchern deutlich gemacht und die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe gestärkt werden.
Quelle: Staatskanzlei Rheinland-Pfalz / Staatsministerium Baden-Württemberg
Die Ministerpräsidenten Stefan Mappus und Kurt Beck
 Foto: Michael WallrathRoßwog: Die Strukturen gezielt weiterentwickeln