
18.11.2010
Mehr als vier von fünf Flaschen Württemberger Wein sind preiswürdig. Die Württemberger Weinwirtschaft setzt damit ihren qualitätsorientierten Weg nach oben konsequent fort. Das Interesse an der Landesweinprämierung zeigt sich auch an den gestiegenen Anstellungszahlen. Bei der Landesprämierung für Wein und Sekt 2010 bekamen 27,47 % der 4525 angestellten Weine Gold, 38,59 % Silber und 17,08 % Bronze. Das entspricht einer Erfolgsquote von 83,14 % (2009: 82,82 %). Ohne Preis blieben 16,86 % (im Vorjahr: 17,18 %; 2008: 19,61 %, 2007: 18,3; 2006: 16,74; 2005: 18,34 %).
Die Prüfer konnten erneut feststellen, dass die durchschnittliche Weinqualität deutlich gestiegen ist. Im Prämierungsjahr 2010 wurden von 213 (im Vorjahr 214) teilnehmenden Betrieben - 44 (46) Weingärtnergenossenschaften und 169 (168) selbst vermarktende Betriebe, Weingüter und Weinhandlungen – 4525 Weine (im Vorjahr 4436) angestellt, die vorwiegend in den Jahrgängen 2007, 2008 und 2009 angehörten.
Davon wurden 3762 (im Vorjahr 3674) Weine mit 1243 Gold-, 1746 Silber- und 773 Bronze-Preisen ausgezeichnet. Insgesamt wurden 1475 Weißweine, 2635 Rotweine und 415 Weißherbst/Schillerweine angestellt; davon waren 1827 Weine = 40,38 % „trocken“ ausgebaut. Die Zahl der Anstellungen ist jahrgangsbedingt. Die wirtschaftliche Bedeutung, die der Weinprämierung zugemessen wird, lässt sich an der Weinmenge erkennen, die mit einem Preis ausgezeichnet wurde. Mit 213 teilnehmenden Betrieben sind 90 Prozent des Württemberger Weinmarktes erfasst.
„Das ist die beste Weinprüfung unter allen Wettbewerben und ein Freudentag für den Württemberger Weinbau“, stellte Weinbauverbands-Präsident Hermann Hohl bei der Vorstellung der Preisträger fest. „Die Württemberger Wengerter dokumentieren damit erneut ihr Bekenntnis zur größten Weinprüfung unter allen Wettbewerben und zum eigenen Qualitätsstreben“, betonte Hohl. Die Betriebe in Württemberg beteiligten sich freiwillig an dieser neutralen und objektiven Qualitätsprüfung, die deshalb im Vergleich mit anderen Wettbewerben eine hohe Wertigkeit habe.
Die Landesprämierung für Wein und Sekt sei eine wichtige Qualifizierung für andere Wettbewerbe und ein fairer Wettkampf der Qualitäten der Württemberger Weinwirtschaft mit ihrer Vielfalt an Genossenschaften, Privatweingütern, Prädikatsweingütern, Ökoweingütern, Weinkellereien und jungen Kooperationen verschiedenster Art. Hohl: „Ein derartiger Leistungswettbewerb ist eine selbstkritische Standortbestimmung für die Betriebe und ein Anreiz, hochwertige Weine für einen anspruchsvollen Markt zu erzeugen.“ Deshalb diene die Landesweinprämierung seit 1959 auch dem Verbraucher als wertvolle Orientierungshilfe bei der Kaufentscheidung. Die Preisplakette auf der Flasche garantierten objektiv geprüfte Qualität und hohe Wertigkeit.
Ein Erfolg bei der Landesprämierung für Wein und Sekt liefere den Weingärtnern gute Argumente für eine erfolgreiche Vermarktung. Mit der Herausstellung der Spitzenleistungen seiner Weinwirtschaft schaffe Württemberg als viertgrößtes deutsches Anbaugebiet eine positive Grundstimmung für die Akzeptanz seiner Weine in Deutschland und darüber hinaus.
Die Württemberger Landesprämierung gebe den Erzeugern immer wieder neue Qualitätsimpulse; die Prüfer konnten in den vergangenen Jahren feststellen, dass die durchschnittliche Weinqualität deutlich gestiegen ist.
Die Württemberger Landesprämierung gebe den Erzeugern immer wieder neue Qualitätsimpulse; die Prüfer konnten in den vergangenen Jahren feststellen, dass die durchschnittliche Weinqualität deutlich gestiegen ist. "Die Wahrung des hohen Qualitätsstandards soll auch in Zukunft höchste Priorität haben", gab Württembergs Weinkönigin Karolin Harsch ihren "Untertanen" mit auf den Weg.
Anlässlich der Landesweinprämierung wurden für besonders gute Gesamtleistungen drei Betriebe mit dem Staatsehrenpreis der Landesregierung und elf Betriebe mit Ehrenpreisen ausgezeichnet.
„Die Landesprämierung für Wein und Sekt ist eine Standortbestimmung für die Qualität und die Leistungen unseres heimischen Weinbaus. Wein verbindet Kultur und Genuss. Spezifische Vermarktungsstrategien wie der Weintourismus bieten daher gute Entwicklungschancen für den Weinbau in Baden-Württemberg", sagte die Staatssekretärin im baden-württembergischen Ministerium für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz, Friedlinde Gurr-Hirsch MdL. „Das Land Baden-Württemberg unterstützt die heimischen Weinbaubetriebe, damit sie ihre Position im internationalen Wettbewerb weiter ausbauen. Unser Struktur- und Qualitätsprogramm wird gut angenommen und hat durch höhere Fördersätze an Attraktivität gewonnen. Auf europäischer Ebene machen wir uns weiter stark für die Beibehaltung des Anbaustopps von Rebflächen, damit unsere gewachsene Weinbaukulturlandschaft erhalten bleibt", so die Staatssekretärin.
Staatsehrenpreisträger
Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum Baden-Württemberg
Weingut Busch GbR, Bretzfeld-Dimbach
Weingut Leiss, Weinsberg-Gellmersbach
Strombergkellerei Bönnigheim e.G., Bönnigheim
Ehrenpreisträger
Weingut Ralf Keil, Pfedelbach
Weingut Albrecht-Gurrath, Heilbronn
Weinbau Rolf Weibler, Bretzfeld-Siebeneich
Weinkellerei Wangler, Abstatt
Weingärtnergenossenschaft Heuholz e.G., Pfedelbach-Heuholz
JupiterWeinkeller Hausen a.d. Zaber e.G., Brackenheim-Hausen
Weingärtnergenossenschaft Mundelsheim e.G., Mundelsheim
Weingärtner Markelsheim e.G., Bad Mergentheim-Markelsheim
Weingärtner Cleebronn-Güglingen e.G., Cleebronn
Genossenschaftskellerei Heilbronn-Erlenbach-Weinsberg e.G., Heilbronn
Felsengartenkellerei Besigheim e.G., Hessigheim
Seit 22 Jahren findet im Anbaugebiet Württemberg eine Landesprämierung für Qualitätsschaumwein b. A. oder Sekte b. A. statt. Im Prämierungsjahr 2010 wurden von 55 Betrieben (im Vorjahr 59), darunter 20 (18) Weingärtnergenossenschaften und 35 (41) selbstvermarktenden Betrieben, Weingütern und dem Weinhandel - 204 Sekte (im Vorjahr 207) angestellt, die den Jahrgängen 2007 bis 2009 angehörten.
Bei der Prämierungsfeier am 12. November 2010 in Heilbronn wurden davon 170 (im Vorjahr 175) mit einem Preis ausgezeichnet. Das entspricht einer Erfolgsquote von 83,34 %.
Insgesamt wurden 104 Weißsekte, 26 Rotsekte und 74 Rosésekte angestellt. 52 Sekte sind brut, 19 Sekte extra trocken, 129 Sekte trocken und vier Sekte halbtrocken ausgebaut. Folgende Verteilung ergibt sich für das Herstellungsverfahren: Tankgärung 52 Sekte, Transversierverfahren 29 Sekte, Flaschengärung 123 Sekte.

Die Ehren- und Staatsehrenpreisträger der Württemberger Landesweinprämierung mit Weinkönigin Karolin Harsch (Mitte() und den Weinprinzessinnen Juliane Höllmüller (rechts daneben) und Natascha Wörthmann (links daneben) sowie Weinbauverbands-Präsident Hermann Hohl (links außen)

Die Staatsehrenpreisträger der Württemberger Landesweinprämierung wurden von Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch ausgezeichnet.

Glückwunsch für Weinkönigin Karolin Harsch von Präsident Hermann Hohl: Hoheit hatte am Tag der Landesweinprämierung Geburtstag und wurde 26.
Anja Luckert und David Siegloch führten unterhaltend-informativ durch die Weinprobe bei der Feier zur Landesweinprämierung in Heilbronn.
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Die A-Capella-Gruppe mundARTmonika brachte Schwung in die Festhalle Harmonie.