25 Jahre Württemberger Weinwanderweg
Seit 25 Jahren begleitet jetzt die rote Traube Wanderer durch die Württemberger Weinlandschaft. Der Schwäbische Albverein pflegt den Württemberger Weinwanderweg.

News

20.11.2010

Die besten Württemberger in Heilbronn – 10 Jahre TOP TEN
16. Gipfeltreffen prämierter Weine und Sekte am 20. und 21.11.

Mit 45 teilnehmenden Betrieben, darunter 20 Weingärtnergenossenschaften, 21 selbst vermarktenden Weinbaubetrieben, Prädikats- und Ökoweingütern sowie vier Weinkellereien aus dem Weinland Württemberg ist die 16. Leistungsschau des Württemberger Weins am 20. und 21. November 2010 im Heilbronner Kongresszentrum Harmonie eine beeindruckende Präsentation Württemberger Weinspezialitäten.

Die Besucher können beim „Gipfeltreffen prämierter Weine und Sekte“ jeweils von 13 bis 19 Uhr aus circa 500 ausgezeichneten Weinen und Sekten aus den Weinregionen vom Taubertal über Hohenlohe, Heilbronner Land, Neckartal über das Remstal bis zum Bodensee auswählen und damit die Besten aus Württemberg verkosten. Vertreten sind alle Staatsehrenpreisträger und 10 von 11 Ehrenpreisträgern der Württemberger Landeswein- und Sektprämierung 2010, außerdem die in der Top-Ten-Liste der DLG vertretenen vier besten Württemberger Sekterzeuger Deutschlands und 14 DLG-Top-100-Betriebe aus Württemberg sowie zwei von drei DLG-Bundesehrenpreisträger und der „Jungwinzer des Jahres“.

Zum zehnten Mal werden im Maybach-Saal die aus Bönnigheim, Fellbach, Hessigheim, Mundelsheim, Schwaigern, Talheim und Weinsberg kommenden „Top Ten“ präsentiert. Qualifizierte Prüfer haben die Spitzenprodukte in zehn Kategorien aus den in diesem Jahr 4730 (im letzten Jahr 4436) geprüften Weinen und Sekten aus 213 (Wein) und 55 (Sekt) Betrieben ausgewählt. Zusätzlich präsentieren sich die Württemberger Weinerlebnisführer mit einem eigenen Stand.

Württembergs Weinbauverbands-Präsident Hermann Hohl zum Weingipfel: „Ein vinophiler Höhepunkt, der beweist, dass Württemberger Wein im internationalen Wettbewerb nicht nur mithalten kann, sondern eigene Qualitätsmarken setzt.“ Die Württemberger Wengerter müssen sich im Rahmen der Landesweinprämierung für die Leistungsschau in sechs Verkostungsrunden qualifizieren. Hohl ruft die Verbraucher dazu auf, den heimischen Produkten mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Der Heilbronner Weingipfel sei eine „herausragende Gelegenheit, sich an einem Ort im Weinland Württemberg einen Gesamtüberblick über die besten Weine und Sekte aller Vermarktungsgruppen zu verschaffen und die Spitzenqualitäten aus dem eigenen Land kennen zu lernen.

Hohl kritisiert, dass die Stuttgart Marketing GmbH auf den längst bekannten Weingipfel-Termin eine eigene Sonntags-Veranstaltung gesetzt habe: „Angesichts der internationalen Wettbewerbslage können wir es uns im eigenen Weinland Konkurrenz mit Verbraucherveranstaltungen am gleichen Tag nicht leisten.“ Er dankt den Betrieben, die mit zusätzlichem Aufwand an beiden Orten vertreten sind.

Im vergangenen Jahr kamen 2450 Besucher nach Heilbronn, wobei das immer jünger werdende, sachkundige und interessierte Publikum auffällig war. Hohl: „Die jungen Weinkonsumenten haben unsere regionalen Weinspezialitäten entdeckt und schätzen gelernt.“ Eröffnet wird das Gipfeltreffen von der kurz zuvor am 5. November in der Kultura Öhringen gewählten neuen Württemberger Weinkönigin Karolin Harsch.

Im Eintrittspreis (Karten für 18 Euro an der Tageskasse) enthalten ist der Katalog mit umfangreicher Wein- und Sekt-Liste. Kinderbetreuung wird angeboten Die Benutzung der Stadtbahn und der Nahverkehrsbusse wird empfohlen. Die Haltstelle ist direkt an der Harmonie.
Gipfeltreffen prämierter Weine und Sekte
Samstag, 20. November 2010, und Sonntag, 21. November 2010, jeweils 13 bis 19 Uhr
Harmonie, Theodor-Heuss-Saal und Wilhelm-Maybach-Saal

Liste der teilnehmenden Betriebe

TopTen

 

 

Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg gemeinsam für Anbaustopp
21.09.2010Die Landesregierungen von Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg haben sich dafür ausgesprochen, am Anbaustopp für Reben über die Jahre 2015 beziehungsweise 2018 hinaus entgegen den Beschlüssen der EU festzuhalten. Zudem sollen nach dem Willen beider Landesregierungen den Ländern im Weinbezeichnungsrecht eigene Zuständigkeiten zur stärkeren Profilierung von Herkunftsangaben einschließlich der Steillagen im Weingesetz ermöglicht werden. Ihr Anliegen werden die beiden Landesregierungen in einem gemeinsamen Entschließungsantrag im Bundesrat einbringen, wie die Ministerpräsidenten Kurt Beck und Stefan Mappus während einer Pressekonferenz nach der gemeinsamen Kabinettssitzung der beiden Landesregierungen in Herxheim-Hayna erläuterten.
Angesichts der nach wie vor durch Überschüsse gekennzeichneten Situation am Weinmarkt ist aus Sicht beider Landesregierungen bei einer vorzeitigen Freigabe der Pflanzrechte eine Produktionsverlagerung auf Standorte zu erwarten, die eine nahezu industrielle Traubenproduktion erlaubten. „Es ist eine große Gefährdung für die traditionellen Kulturlandschaften zu befürchten. Insbesondere der Weinbau in den Hang- und Steillagen wäre im bisherigen Umfang nicht mehr konkurrenzfähig“, so der rheinland-pfälzische Weinbauminister Hendrik Hering. „Über die Jahrhunderte hinweg wurden in Deutschland die am besten geeigneten Lagen weinbaulich erschlossen. Der Weinbau in diesen Lagen steht für Qualität, biologische Vielfalt und nachhaltige Landbewirtschaftung durch Familienbetriebe. Unser Ziel ist es, das Kultur- und Wirtschaftsgut Wein sowie die Identität der Weinbauregionen in Deutschland und Europa zu erhalten“, betonte der baden-württembergische Weinbauminister Rudolf Köberle. Seit Jahrzehnten bestehe ein bewährtes System von Qualitäts- und Anbauregeln. Die Qualitätsweinbauregionen hätten in diesem Sinne die Anbaugebiete für den Weinbau abgegrenzt, geeignete Rebsorten klassifiziert, Mindestmostgewichte festgelegt sowie Hektarhöchsterträge definiert. „Diese ganzheitliche Qualitätspolitik hat sich bewährt und muss daher auch fortgesetzt werden“, unterstrich Köberle. Die Forderung nach einer stärkeren Regionalisierung des Weinbezeichnungsrechtes begründete Hering vor allem mit einer auch von der Weinwirtschaft angestrebten stärkeren Profilierung der Qualitätsweine mit der Angabe kleinerer geographischer Einheiten sowie aus Steil- oder Terrassenlagen. Damit könnte die besondere Wertigkeit der in diesen Lagen erzeugten Weine gegenüber den Verbrauchern deutlich gemacht und die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe gestärkt werden.
Quelle: Staatskanzlei Rheinland-Pfalz / Staatsministerium Baden-Württemberg
Die Ministerpräsidenten Stefan Mappus und Kurt Beck
 Foto: Michael WallrathRoßwog: Die Strukturen gezielt weiterentwickeln