
03.02.2011
Die Württemberger Weinwirtschaft ist „voller Leben“. „Es ist erfreulich, wie viele junge Leute bereit sind, einen Berufsweg im Weinbau einzuschlagen“, stellte Hermann Hohl, Präsident des Weinbauverbandes Württemberg, am Donnerstagabend (3. Februar) anlässlich der Preisverleihung des Berufswettbewerbs der deutschen Weinbau-Landjugend in Weinsberg fest: „Wir brauchen einen gut ausgebildeten Berufsnachwuchs, um die Zukunft zu bestehen.“
Unter dem Motto „Grüne Berufe sind voller Leben – Wir lassen’s wachsen“ stellten sich rund 100 Weingärtner Weingärtnerinnen vorwiegend aus Württemberg, aber auch aus Baden und Sachsen dem Wettbewerb. Württembergs Weinbauverbands-Präsident Hermann Hohl: „Der Nachwuchs ist das wichtigste Kapital eines Berufsverbandes.“
Sieger in der Leistungsgruppe Weinbau I (Berufsschüler in der Ausbildung) wurden Alexander Bauer aus Heilbronn (Ausbildungsbetrieb Weingut G. Aldinger Fellbach) und Milena Prechtl aus Dorfprozelten (Ausbildungsbetrieb LVWO Weinsberg). Sie nehmen wie die Sieger in der Leistungsgruppe Weinbau II („Fortgeschrittene“ mit Abschluss und in Fortbildung) Benjamin Hanke aus Oberstenfeld und Matthias Hechler aus Schwaigern vom 23. bis 27. Mai 2011 am Bundesentscheid teil. Den Bundes-Siegerinnen und -Siegern winken Sach- und Fortbildungs- sowie Geldpreise. Dritte Plätze im Landesentscheid holten in der Gruppe I Eckart Hofmann aus Ingelfingen (Ausbildungsbetrieb Weingut Max Markert Eibelstadt) und (Gruppe II) Simon Kreutner aus Bahlingen am Kaiserstuhl. Auffällig waren in beiden Gruppen die knappen Ergebnisse im Zehntelpunktabstand. Die Sieger bekamen von der Volksbank Heilbronn Geldpreise sowie als Sachpreise Refraktometer (Firma Syngenta) und von der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft gestiftete Bohrmaschinen.
In den Räumen des Weinbauverbandes und der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau wurden den Kandidaten Allgemeinwissen und Fachwissen von der Politik über das Versicherungswesen, die Kenntnis von Sprichwörtern und der Weltreligionen bis zur Physik und zu Rechenaufgaben abverlangt. Regionaltypische Weine und Kennzeichnungsvorschriften mussten ebenso bekannt sein wie Wartungs- und Pflegearbeiten, Mostverklärung und Säureabbau. Ein Kundenbrief musste verfasst und eine Präsentation vor einer Schulklasse zur Attraktivität des Winzerberufes vorbereitet werden. Im praktischen Teil mussten ein Kabel zwischen Schlepper und Anhänger repariert, eine Fassprobe genommen, ein Sensorik-Test und der qualitätsorientierte Rebschnitt am Schemelsberg durchgeführt werden. Über 40 Prüfer waren im Einsatz.
Nach einer erfolgreichen Ausbildung, die nicht nur Leute aus Weinbaufamilien reizt, sind Berufschancen gut. Peter Albrecht, Vizepräsident des Württembergischen Weinbauverbandes und dort für die Ausbildung zuständig: „Wir hatten in den letzten drei Jahren so viele Auszubildende wie noch nie und alle sind untergekommen."
Der Wettbewerb für den Berufsnachwuchs wird alle zwei Jahre vom Bund der Landjugend in Zusammenarbeit mit den Berufsverbänden für Weingärtnerinnen und Weingärtner, die als Berufsschüler in der Ausbildung stehen, und „Fortgeschrittene“ mit Abschluss und in Fortbildung ausgeschrieben. Durchgeführt wird der Landesentscheid vom Weinbauverband Württemberg e.V. (WVW) in Zusammenarbeit mit der LVWO und den Fachschulen. www






Barbara Bader und Angeilka Schild geben beim Weinbauverband die Ergebnisse ein

Peter Albrecht ist Vizepräsident des Weinbauverbandes und in dieser Funktion auch für Bildung zuständig.

Karolin Bubeck war bei der Präsentation Winzerberuf Prüferin. Ihr tipp: "Bleibt locker"

Michael Nesper war im Auswertungs-Team

Thomas Wahler prüfte bei der Kabelreparatur und ermuntert: "Macht weiter so"

Max Geitlinger war bei der Sensorik Prüfer.

Martin Söhner vom Auswertungs-Team gab diesen Tipp: "Lest die Aufgaben ganz genau."

Martin Notz war Prüfer bei der Holzfasskonservierung

Bernd Leisterer beaufsichtigte der Rebschnitt

Siegerehrung im Saal der Weinbauschule Weinsberg

Weinbauverbands-Präsident Hermann Hohl: "Erfreulich viele engagierte junge Leute."

Helmut Steiner von der Weinbauschule zelebrierte eine Weinprobe

Die Erstplatzierten kommen weiter: Benjamin Hanke (Oberstenfeld; Gruppe II) und Alexander Bauer (Heilbronn; Gruppe I)mit Präsident Hermann Hohl (links) und Vizepräsident Peter Albrecht

Auch die Zweiten kommen weiter: Matthias Hechler (Schwaigern; Gruppe II) und Milena Prechtl (Dorfprozelten; Gruppe I) mit Präsident Hermann Hohl und Wilfried Ebinger (Vertriebsleiter beim Preisstifter Syngenta, Langenbrettach)

Guter 3. Platz: Eckart Hofmann (Ingelfingen; Gruppe I) und Simon Kreutner (Bahlingen am Kaiserstuhl; Gruppe II) mit Präsident Hermann Hohl und und Michael Stäcker vom Preisstifter Volksbank Heilbronn

Siegerehrung beim Berufswettbewerb in Weinsberg: von links Präsident Hermann Hohl, Benjamin Hanke (Oberstenfeld; 1. Gruppe II), Simon Kreutner (Bahlingen am Kaiserstuhl; 3. Gruppe II), Matthias Hechler (Schwaigern; 2. Gruppe II); Alexander Bauer (Heilbronn; 1. Gruppe I), Peter Albrecht (Vizepräsident Weinbauverband), Milena Prechtl (Dorfprozelten; 2. Gruppe I), Wilfried Ebinger (Vertriebsleiter Syngenta, Langenbrettach); Eckart Hofmann (Ingelfingen; 3. Gruppe I) und Michael Stäcker (Volksbank Heilbronn)

Begehrter Lerer: Karl-Heinz Mulfinger von der Christiane-Herzog-Schule erläuterte die Ergebnisse
