
07.03.2011
„Rebflurneuordnung Löwenstein“ (Wolfertsberg) gestartet
„Mit der Flurneuordnung Löwenstein (Wolfertsberg) sichern wir die Zukunft der Weinbaubetriebe und erhalten zugleich unsere einzigartige Kulturlandschaft“, sagte Friedlinde Gurr-Hirsch MdL, Staatssekretärin im Ministerium für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz, anlässlich des symbolischen Baggerbisses zum Projektstart. Die Schönheit der Kulturlandschaft könne nur durch eine Bewirtschaftung der Rebflächen bewahrt werden.
Da die Steigung am Wolfertsberg an den steilsten Stellen bis zu 45 Prozent beträgt, war bisher keine durchgehende maschinelle Bewirtschaftung möglich. Auf der insgesamt 71 Hektar großen Verfahrensfläche, die 16 Hektar für den Rebenanbau beinhaltet, entstehen Lagen mit gleichmäßiger Steigung. So wird Mechanisierung möglich, was die Arbeitsproduktivität und den Ertrag wachsen lässt. Ein neu angelegtes Wegenetz sichert die Erreichbarkeit der Flächen.
Die Flurneuordnung Löwenstein gilt landesweit als Pilotprojekt. Untersucht wird, ob sich Eingriffe in Trockenmauern und die Auswirkungen auf Eidechsen durch so genannte Gabionen ökologisch ausgleichen lassen. Bei Gabionen handelt es sich um mit Steinen gefüllte Drahtkörbe, mit denen Böschungen befestigt werden. Am Wolfertsberg sollen kleinere Steinhaufen den Eidechsen Verstecke und Überwinterungsmöglichkeiten bieten und so die Population stärken.