25 Jahre Württemberger Weinwanderweg
Seit 25 Jahren begleitet jetzt die rote Traube Wanderer durch die Württemberger Weinlandschaft. Der Schwäbische Albverein pflegt den Württemberger Weinwanderweg.

News

07.04.2011

EU-Parlamentarier Dorfmann beim Weinbauverband: „Eigenverantwortung ist das beste System.“
Alle deutschen EU-Abgeordneten erhielten Post vom Land

In einem weinbaupolitischen Gespräch mit dem Südtiroler Europaabgeordneten Herbert Dorfmann haben der Weinbauverband Württemberg und seine Mitgliedsgruppierungen ihren Standpunkt in Sachen EU-Weinmarktreform dargelegt und Anregungen für das weitere Vorgehen aufgenommen. Themen waren Anbaustopp, Steillagen, Budget- und Sortenfragen sowie Branchenverbände.

Der Agronom und Europapolitiker war unter anderem Direktor des Südtiroler Bauernbundes und Generalsekretär der AREV, der Vereinigung der Weinregionen Europas. Er ist als Mitglied des Ausschusses für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung mitverantwortlich für die Ausarbeitung der Gesetzestexte und arbeitet im Moment mit an der allgemeinen Agrar-Reform.

Dorfmann warnte davor, das Thema Weinmarktreform im Gesamtpaket Agrarreform lösen zu wollen. Das nütze dem Weinbau nicht. Notwendig sei es, Initiativen zur Schaffung von Mehrheiten im Ministerrat und im Parlament zu entwickeln.

Branchenverbände sind für Dorfmann „ein richtiger Ansatz“, aber nur unter der Maßgabe der Allgemeinverbindlichkeit: „Sonst haben Sie es mit Trittbrettfahrern zu tun.“ Für Dorfmann ist die „Eigenverantwortung der Branche das beste System“.

Das baden-württembergische Ministerium für Ernährung, Verbraucherschutz und Ländlichen Raum hat inzwischen alle 99 deutsche Abgeordnete im Europäischen Parlament über die erfolgreiche Bundesratsinitiative der Weinländer Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland zugunsten einer Verlängerung des Anbaustopps für Reben bis Ende 2025 informiert. Mit dem Beschluss des Bundesrates wird die Bundesregierung aufgefordert, diese Position in Brüssel zu vertreten.

Beim Mitteleuropäischen Weinbauforum auf der Intervitis Wien nahmen am Wochenende Vertreter der Weinbauverbände in Deutschland (darunter Württemberg Präsident Hermann Hohl), Österreich, Slowenien, Tschechien, Slowakei und Ungarn unter anderem mit Herbert Dorfmann und Vertretern der EU-Kommission eine erste Bewertung der laufenden Periode der europäischen Weinmarktordnung vor.

Der Südtiroler Europaabgeordnete Herbert Dorfmann im Gespräch mit Weinbauverbands-Präsident Hermann Hohl sowie Vertretern der Mitglieder-Gruppierungen.