Weinbaupolitischer Dialog: Landräte bekräftigen Unterstützung der Weinbaubetriebe
Auf Einladung des Weinbauverbandes Württemberg kamen am 10. Februar 2026 die Landräte Ian Schölzel (Hohenlohekreis), Dr. Richard Sigel (Rems-Murr-Kreis), Norbert Heuser (Landkreis Heilbronn), Dietmar Allgaier (Landkreis Ludwigsburg) und Christoph Schauder (Tauberbischofsheim), sowie der Präsident des Landkreistages Dr. Achim Brötel und der Hauptgeschäftsführer Prof. Dr. Alexis v. Komorowski zum weinbaupolitischen Dialog im Bio-Weingut Schlossgut Hohenbeilstein zusammen. Ziel des „Landrätetreffens“ war es, aktuelle Herausforderungen des Berufsstands offen anzusprechen und Lösungsansätze im direkten Austausch zu diskutieren.
Zum Auftakt gab Verbandspräsident Dietrich Rembold einen Überblick über die derzeitige Situation des württembergischen Weinbaus. Neben Absatzrückgängen und Kostendruck stellte er die Auswirkungen bürokratischer Vorgaben und rechtlicher Rahmenbedingungen in den Mittelpunkt. Er unterstrich die Bedeutung verlässlicher und praxisnaher Entscheidungen auf Landkreisebene.
Michael Stuber (LRA Rems-Murr-Kreis) stellte das ILEK Remstal als Instrument der interkommunalen Entwicklung vor und zeigte Chancen für Weinbau und Kulturlandschaft auf. Christine Schönhuber von der Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg verdeutlichte die hohe wirtschaftliche Relevanz des Weintourismus für Wertschöpfung, Image und regionale Identität.
Intensiv diskutiert wurden Hürden bei Diversifizierungsprojekten der Weinbaubetriebe, insbesondere das Bauen im Außenbereich (§35 BauGB) sowie die Änderungen der Landesbauordnung im Hinblick auf Weinausschankhütten. Ebenso stand die Rolle der Landratsämter bei der Umsetzung der Drieschenregelung (§25 Weinrechts-DVO) und bei der Umsetzung des Landesgaststättengesetzes im Fokus der Gespräche.
„Nur im engen Schulterschluss zwischen Weinbau, Politik und Verwaltung lassen sich tragfähige Lösungen für die Zukunft der Betriebe entwickeln. Wir danken den Landräten für Ihre bisherigen und zukünftigen Bemühungen und sind uns einig, dass die Stärkung unserer Betriebe auch positive Wirkungen auf die Lebensqualität im ländlichen Raum hat,“ fasst Weinbaupräsident Rembold den konstruktiven Austausch zusammen.
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